Wenn die Zahnwurzel angegriffen ist – Wurzelbehandlung und Wurzelspitzenresektion

Mit klassischen Füllungen und Kronen lassen sich bereits große Teile eines erkrankten oder geschädigten Zahnes rekonstruieren und konservieren. Ist jedoch der Zahnnerv bzw. die Zahnwurzel betroffen, können eine Zahnwurzelbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion erforderlich werden und zum Erhalt des Zahnes beitragen.

Kariesbakterien können mitunter durch feinste Haarrisse und Kanäle im Zahn bis zur Zahnwurzel vordringen und dort unter Umständen schon nach Stunden oder wenigen Tagen schmerzhafte Entzündungen hervorrufen.

Der Zahnarzt legt während einer Wurzelbehandlung, mit Schritt für Schritt filigraner werdenden Spezialwerkzeugen und unter Einsatz eines hochauflösenden Dentalmikroskopes, die feinen Wurzelkanäle frei, um an den Entzündungsherd zu gelangen. Der Wurzelkanal wird anschließend gründlich gesäubert und desinfiziert bevor der Zahn wieder mit speziellem Füllmaterial verschlossen wird.
 

Wurzelspitzenresektion – wenn eine Zahnwurzelbehandlung nicht hilft

Nicht immer ist eine Wurzelbehandlung möglich oder erfolgreich. Unter Umständen lässt sich der Entzündungsherd an der Zahnwurzel nicht über die feinen Wurzelkanäle „von der Zahnkrone aus“ erreichen. Das kann z.B. der Fall sein, wenn die Zahnwurzel stark gekrümmt ist, die Wurzelkanäle zu fein oder verästelt sind oder bspw. der Verdacht besteht, dass sich Zysten an der Zahnwurzel gebildet haben.

In dem Fall kann der Zahnarzt eine Wurzelspitzenresektion durchführen, um „von der Seite“ an die Zahnwurzel zu gelangen. Eine Wurzelspitzenresektion ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, bei dem sich der Zahnarzt seitlich durch den Kieferknochen dem Entzündungsherd nähert.

Dafür werden zunächst Zahnfleisch und Knochenhaut vorsichtig durchtrennt und anschließend unter ständiger Kühlung etwas Knochensubstanz rund um die betroffene Wurzelspitze entfernt und die Wurzelspitze soweit gekürzt bis sämtliches entzündetes Gewebe entfernt ist. Anschließend wird der Wurzelkanal desinfiziert, mit einer speziellen Füllung verschlossen und das Zahnfleisch wieder gründlich vernäht. In der Regel wird der Eingriff, der etwa 15-30 Minuten dauert von den Krankenkassen übernommen.

Nicht jeder Zahn lässt sich erhalten. Mitunter sind der Restaurierungsaufwand und die Konservierung zu aufwändig oder gar unmöglich, so dass nur mehr Zahnersatz helfen kann. Doch glücklicherweise lässt sich in den meisten Fällen ein erkrankter oder geschädigter Zahn noch retten – für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.


Darum ist es wichtig die Zähne so lange wie möglich gesund zu erhalten. >>
 

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